Ganzheitliche Psychotherapie

Psyche, Körper und Geist dürfen nicht getrennt voneinander betrachtet werden, wenn ein Mensch ganzheitlich gesunden soll. Die Signale auf den verschiedenen Ebenen kann man als Wegweiser betrachten. Jeder Mensch startet individuell ins Leben, wird unterschiedlich geprägt und reagiert somit anders auf herausfordernde Situationen des Lebens, Beziehungsproblematiken oder Stress.  Um mit den verschiedenen Lebenssituationen umgehen zu können, entwickelt der Mensch unterschiedliche, meist leider dysfunktionale und störende Bewältigungsstrategien.

 

Wie funktioniert ganzheitliche Psychotherapie in unserer Praxis?

Ein Psychotherapeut begleitet Menschen auf ihrem persönlichen Genesungsweg. Auf welcher Ebene – psychisch, körperlich oder geistig – sich die Symptome zeigen, findet der Patient gemeinsam mit dem Therapeuten heraus. Nach der Deutung dieser Signale werden individuell abgestimmte und personenzentrierte Lösungswege entwickelt und aufgezeigt.

Ein Psychotherapeut stützt sich bei seiner Arbeit nebst dem Psychologiestudium auf eine verhaltenstherapeutische Grundausbildung mit starkem Einbezug schematherapeutischer Methoden, emotionsfokussierter Therapie, ernährungspsychologischer Modelle wie auch systemischer Elemente.

Gemeinsam mit dem Gegenüber geht der Psychotherapeut auf Entdeckungsreise persönlicher Muster, um funktionale gesunde Bewältigungsstrategien daraus abzuleiten. Dabei nimmt die bewusste Entscheidung einer Lebensstilveränderung eine zentrale Rolle ein. Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, das Erlernen von Entspannungstechniken (u.a. Biofeedback-Training) wie auch eine gesunde ausgewogene Ernährung, mit allfälliger Entgiftung und Nahrungsergänzung zur Stärkung der körperlichen Ebene sind wichtige Themen in psychotherapeutischen Sitzungen. Auch der Aspekt der Achtsamkeit und Selbstfürsorge sowie in Beziehungen die Herzverbindung sind essenziell.

Biofeedback – Training

Die Forschung hat gezeigt, dass nicht nur Bewegungen, die wir willentlich steuern können, sondern auch einige andere körperliche Vorgänge mit Lernen durch Erfolg und Misserfolg beeinflusst werden können.
Durch entsprechende Verstärkung konnten diese körperlichen Funktionen sowohl intensiviert als auch reduziert werden. Solche Vorgänge, die therapiert und «umgelernt» werden können, sind beispielsweise Stressreaktionen, muskulär bedingter Schmerz, epileptische Anfälle, Bewegungsstörungen bei neurologischen Erkrankungen oder Fälle von Hyperaktivität.

Diese Therapie erfordert, dass der körperliche Vorgang, der beeinflusst werden soll, mit einem technischen Gerät gemessen und in geeigneter Form zurückgemeldet wird.  In der Biofeedback-Therapie lernt der Betroffene, solche Reaktionen, die normalerweise unkontrolliert ablaufen, zu beeinflussen und zu steuern. Dieses Prinzip ist das zentrale Prinzip einer Biofeedback-Therapie: Durch die Verstärkung oder Rückmeldung (»feedback«) eines körperlichen Vorgangs (»Bio«) sind wir in der Lage, auch solche körperliche Vorgänge zu beeinflussen, die ohne eine solche Rückmeldung nicht leicht willkürlich zu beeinflussen sind.
Wie beim Lernen aller neuen Fähigkeiten sind für das »Lernen« mit Biofeedback ein intensives Training und eine klare Rückmeldung über den Erfolg oder Misserfolg der aktuellen körperlichen Reaktion erforderlich.